Vitamine im allgemeinen
Das grosse Sportlexikon Vitamine

Der Name "Vitamine" leitet sich vom Leben ("Vita") und der Stoffgruppe der Amine ab, zu denen die Vitamine jedoch nicht alle gehören. Viele Vitamine können vom Körper nicht synthetisiert werden und müssen darum mit der Nahrung aufgenommen werden. 

ZWEI GRUPPEN VON VITAMINE

Die wasserlöslichen (B-Gruppe und C) und die fettlöslichen (A, D, E und K). Die wasserlöslichen verhalten sich im Körper wie das Wasser: Bei zu hohem Zufuhr werden sie im Urin ausgeschieden. Die fettlöslichen Vitamine verhalten sich anstatt dessen wie die Fette: wenn sie in zu großen Mengen eingenommen werden, bleiben sie im Körper gespeichert. Wir können auf diese beiden Substanzen, Wasser und Fette, zurückgreifen, um das Verhalten der Vitamine im Körper erklären. Sowohl Fette wie auch Wasser sind für die Leistungsfähigkeit wichtig. Wenn wir zu wenig trinken, dürren wir aus und können wir nicht richtig trainieren; wenn wir auf Fette in der Nahrung völlig verzichten, können wir manche wichtige Substanzen aus den Lebensmitteln nicht richtig aufnehmen. Jedoch wird unsere Leistungsfähigkeit nicht höher, wenn wir zu viel trinken (das Wasser wird einfach ausgeschieden). Und sicherlich auch nicht, wenn wir zu viele fettreiche Speisen essen (wir nehmen zu). 

Bezüglich der Leistungsfähigkeit verhält es sich mit den Vitaminen gleich wie mit dem Wasser oder dem Fett: Bei zu geringer Zufuhr nimmt die Leistungsfähigkeit ab und es kommt zu Mangelerscheinungen; bei zu hoher Zufuhr werden die überflüssigen Vitamine entweder mit dem Urin ausgeschieden oder sie verursachen Gesundheitsstörungen. Wenn man exzessiv viele Vitamine zu sich nimmt, können zweierlei passieren: entweder wird man auf Dauer krank oder der alte Vater Rhein wird sich täglich über die vielen Vitamine freuen, die er mit dem Abwasser bekommt. 

Manch einer wird nun kontern, dass Sportler mehr Vitamine benötigen, weil sie so viel Energie verbrauchen. Das stimmt. Aber gleichzeitig essen Sportler mehr als passive Mitbürger. Und je mehr man isst, um so mehr Vitamine bekommt man mit den Lebensmitteln. Bei einer ausgewogenen Ernährung (mit frischem Obst und Gemüse sowie ein wenig Fleisch für die wasserlöslichen Vitamine und Fisch, Eier, Milchprodukte und Getreide für die fettlöslichen) wird man genügend Vitamine bekommen, um gesund und aktiv zu bleiben. Vitamine zu supplementiren brauchen deswegen nur diejenigen, die sich nicht vernünftig und vielfältig ernähren.

UNTERVERSORGUNG

Ein Vitaminmangel ist häufig nicht eindeutig direkt festzustellen:

  • Chronische Müdigkeit, vages Gefühl von "Unwohlsein"
  • Unlust, Abgespanntheit, Überforderungsgefühl
  • Konzentrationsstörungen, verlängerte Reaktionszeit, Gedächtnisschwäche
  • Kopfschmerzen, Muskelverhärtungen
  • Hautausschlag, Ekzem, extrem trockene Haut und Haare, brüchige Haare und Fingernägel
  • Magen-Darm-Störungen
  • Sehstörungen im Dunkeln

Ein Vitaminmangel entwickelt sich nur langsam, deshalb gibt es auch keine spektakulären Alarmzeichen. Die einfachste Methode, um festzustellen, ob man unter Vitaminmangel leiden ist ein paar Wochen lang eine sehr vitaminhaltige Nahrung zu sich nehmen. Wenn man sich nach der Vitamin-Kur wie neugeboren fühlen, dann wissen man, woher Ihre Beschwerden kamen – und die richtige Therapie hat man auch schon gefunden.

MENACHINONE / PHYLLOCHINON

K1 (Phyllochinon) + K2 (Menachinone) sind fettlösliche Vitamine, die gehäuft in Blattgemüse und Leber vorkommen.
Es ist wichtig für die Blutgerinnung.


VITAMINE & SCHWANGERSCHAFT

Frauen in der Schwangerschaft oder mit Kinderwunsch sollten auf eine ausreichende Zufuhr von Folsäure achten. Denn hier steigt der Bedarf um stolze 100 Prozent. Für Schwangere ist die Versorgung mit dem B-Vitamin sehr wichtig, weil es die optimale Entwicklung des Ungeborenen sicherstellt. Im Fall eines Mangels- gerade in den ersten sechs Wochen der Schwangerschaft - können schwere Missbildungen auftreten. Daher empfehlen viele Ärzte ihren Patientinnen mit Kinderwunsch, bereits vor der Schwangerschaft mit der Einnahme von Fohlsäure-Präparaten zu beginnen. Zudem sollten Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Spinat, Brokkoli, Spargel, Rosenkohl, Eier und Nüsse häufig auf dem Teller landen.

VITAMINE & DIÄTEN

Die meisten Blitz-Diäten haben zwei Sachen gemein: Sie sind häufig reich an Entbehrungen und sehr einseitig. Da lässt ein Mangel an wichtigen Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffe nicht lange auf sich warten. Viel gesünder ist es, das gewichtige Problem langsam anzugehen und eine ausreichende Versorgung mit allen Vitalstoffen sicherzustellen. Unterstützend können Präparate mit allen wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen eingenommen werden.

VITAMINE & SPORT

Sportler haben im Allgemeinen keinen höheren Vitaminbedarf als gemütliche Personen. Sie haben sogar den Vorteil, sich wegen ihres höheren Grundumsatzes mehr auf den Teller laden und so sogar noch mehr Vitamine und Mineralstoffe zu sich nehmen zu können. Sportler, die jedoch leicht ins Schwitzen geraten, sollten ein Auge auf ihre Versorgung mit Magnesium werfen. Magnesiumpräparate können den Verlust des Mineralsstoffs durch das Schwitzen ausgleichen.

VITAMINE & ALTER

Menschen, die sich auch im Alter gesund ernähren und genug Sonne tanken, müssen keinen Vitaminmangel fürchten. Jedoch leiden viele Menschen über 65 unter einer entzündeten Magenschleimhaut, ohne es überhaupt zu merken. Die Entzündung schränkt wiederum die Aufnahme der Vitamine über die Darmschleimhaut ein. Vor allem die B-Vitamine können dann zu kurz kommen. Präparate mit Vitamin-B-Komplex können Engpässen vorbeugen.

Weiterführende Infos 


 
 

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