Vitamin K
Das grosse Sportlexikon Vitamin K / Phyllochinon

Die Vitamine der K-Gruppe gehören zu den fettlöslichen Vitaminen. Vitamin-K1 (Phyllochinon) wird mit pflanzlicher Nahrung aufgenommen. Vitamin-K2 (Menachinon) wird von unseren Darmbakterien gebildet. Zur Aufnahme des Vitamins ist Galle im Darm erforderlich. Von den Darmepithelzellen wird Vitamin-K mit Chylomikronen zur Leber transportiert. Der größte Anteil des Vitamins verbleibt in der Leber, ein Teil wird über VLDL und LDL zu peripheren Geweben (z.B. Knochen) transportiert. Es können keine größeren Mengen von Vitamin-K im menschlichen Organismus gespeichert werden. 

Bei Neugeborenen kann während der ersten Lebenstage, wenn der Darm noch keine richtige Bakterienbesiedlung hat, ein Vitamin-K-Mangel auftreten. Deshalb bekommen alle Neugeborenen in der Klinik zur Vorbeugung Vitamin-K-Spritzen oder Lösungen. 

BEDARF

Der Bedarf an Vitamin K beträgt ca. 1mg/kg Körpergewicht/Tag für Erwachsene und ca. 5mg/kg Körpergewicht/Tag für Säuglinge und für schwangere Frauen. Ca. 2mg/kg pro Körpergewicht/Tag wird bei Erwachsenen (aber nicht bei Säuglingen!) von der Darmflora beigesteuert. Gute Quellen sind Gemüse und Leber. 

AUSSCHEIDUNG 

Vitamin-K wird in der Galle und im Stuhl ausgeschieden. In welcher Form ist nicht bekannt.

UNTERVERSORGUNG

Vitamin K-Mangel ist bei Erwachsenen eher selten. Er kann als Folge von Malabsorption aber auch bei Mangelernährung und bei Störungen der Darmflora auftreten. Bei Neugeborenen kann Vitamin-K-Mangel ab und zu beobachtet werden. Vitamin-K-Mangel führt zu starker Blutungsneigung. Es kommt leicht zur Bildung von blauen Flecken oder zu Nasenbluten

ÜBERDOSIS

Vitamin-K1 und K2 sind auch in höheren Dosen nicht toxisch. Vitamin-K3 in hohen Dosen kann zu Anämie und Leberschäden führen. 


VITAMIN-K GEGEN OSTEOPOROSE 

Schon in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass Kalzium alleine nicht zur Prävention von Osteoporose (Knochenschwund) beitragen kann. Für ein optimales Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau sowie für eine gute Knochendichte bedarf es noch zusätzlicher Mineralstoffe und weiterer essentieller Nährstoffe wie Spurenelemente und Vitamine. So sind Magnesium, Silizium, Zink, Kupfer, Mangan und die Vitamine B6, C, D, K sowie Folsäure unentbehrlich. Besonderes Augenmerk soll im folgenden auf das Vitamin-K gelenkt werden. Vitamin-K spielt eine zentrale Rolle bei der Blutgerinnung. Dass es auch den Knochenstoffwechsel beeinflusst, ist weniger bekannt. Vitamin-K ist jedoch an der Carboxylierung von Matrixproteinen des Knochens beteiligt. Diese Matrixproteine sind es, welche mit hoher Affinität Kalziumionen binden und damit die Knochenmineralisation fördern. Vitamin-D ergänzt diese Reaktion, indem es die Kalziumresorption aus dem Darm fördert und die Osteoklasten /Osteoblastenaktivität reguliert.

QUELLE: www.sportlexikon.ch / 2001


 

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