Vitamin E (Tocopherol)

 

QUELLE: 
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Das grosse Sportlexikon Vitamin E (Tocopherol)

Der Begriff Vitamin E bezeichnet mehrere fettlösliche Verbindungen, die auch Tocopherole heißen. Die wichtigste Wirkung der Tocopherole ist der Schutz vor aggressiven Sauerstoffverbindungen. Aggressive Sauerstoffverbindungen, so genannte "Freie Radikale" entstehen bei den verschiedensten Stoffwechselprozessen im Körper. Zwar hat der Körper ein eigenes Schutzsystem, doch das kann überfordert sein. Vitamin E unterstützt es bei dieser Arbeit. Es schützt Zellen und es beugt der Oxidation des "bösen" LDL-Cholesterins vor.

In der Natur stellen lediglich Pflanzen solche Tocopherole her.


Vitamin E hat vor allem eine Schutzfunktion auf Zellmembranen, indem es hochreaktive Sauerstoffverbindungen abfängt. Da diese reaktiven Verbindungen bei der Entstehung der Arteriosklerose eine gewisse Rolle spielen, könnte Vitamin E von präventiver Bedeutung sein. Da es keine besondere Toxizität in höheren Dosen aufweist, wird es auch gerne supplementiert. Den höchsten Gehalt an Vitamin E weisen Pflanzenöle auf. Allerdings wird der Gehalt durch den hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren etwas relativiert, da auch der Bedarf an Vitamin E ansteigt. Manche Gemüsesorten wie Grünkohl, Schwarzwurzeln oder Paprika sind deshalb sicher bessere Quellen für Vitamin E. 

BEDARF

Der Bedarf an Vitamin E (Tocopherol) beträgt ca. 3-4 mg/Tag. Gute Quellen sind pflanzliche Öle, Getreide und Gemüse. Im Fettgewebe können größere Mengen von Vitamin E gespeichert werden. Vitamin E ist wesentlich an der Verhinderung der Akkumulierung von Lipid-Peroxyden in zellulären Membranen beteiligt. Ausscheidung: Vitamin E wird in der Galle, im Urin (konjugiert mit Glucuronsäure) und (zur Hauptsache) im Stuhl ausgeschieden.

UNTERVERSORGUNG

Vitamin E-Mangel ist bei Erwachsenen sehr selten. Wie bei allen fettlöslichen Vitaminen können Störungen in der Fett-Aufnahme und im Fett-Transport sekundär zu Vitamin-Mangel führen. Bei Neugeborenen kann Vitamin-E-Mangel ab und zu beobachtet werden, da der Transport des Vitamins durch die Placenta erschwert ist. Vitamin-E-Mangel äußert sich beim Neugeborenen in erhöhter Hämolyse und Anämie.

ÜBERDOSIS

Vitamin-E ist auch in hohen Dosen nicht toxisch, kann aber eventuell die Aufnahme und den Transport anderer lipophiler Vitamine (Vitamin D, Vitamin K) herabsetzen.


MAGENKREBS

Die aktivste Form von Vitamin E, das Alpha-Tocopherol, scheint das Risiko für eine bestimmte Form von Magenkrebs und Speiseröhrenkrebs zu reduzieren. Das ergaben Untersuchungen chinesischer Wissenschaftler.

Hohe Mengen an Alpha-Tocopherol, der aktivsten Form von Vitamin E, im Blut senken das Risiko für Speiseröhrenkrebs und eine bestimmte Form von Magenkrebs. Das ergab eine Studie chinesischer Wissenschaftler.

Die Studienteilnehmer erhielten als Nahrungsergänzung Alpha-Tocopherol. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe konnte so das Krebsrisiko signifikant reduziert werden. Eine andere Vitamin-E-Verbindung, das Gamma-Tocopherol, zeigte dagegen keinen Einfluss auf die Krebsentstehung.

Unter Vitamin E werden eine Reihe von verwandten Molekülen zusammen gefasst. Die aktivste Verbindung ist jedoch das Alpha-Tocopherol. Es ist das wichtigste fettlösliche Antioxidans. Somit schützt es die Zellmembranen vor der schädlichen Wirkung freier Radikale. Alpha-Tocopherol kommt in Sonnenblumenöl vor, Sojaöl enthält dagegen nur die weniger aktive Form Gamma-Tocopherol.$

QUELLE: Nach Informationen von Reuter


 

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