Lithium

QUELLE: 
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Das grosse Sportlexikon Lithium / Li

Lithium ist ein silbrig-weißes Leichtmetall, das zu den Alkalimetallen zählt. Auf der Erde kommt es nicht elementar und in rund 150 Verbindungen vor

FUNKTION

Wahrscheinlich wird Lithium schon seit der Antike zur Behandlung psychischer Krankheiten eingesetzt. Seit Mitte des 20. Jh. wird es vor allem in der Therapie affektiver Störungen (Manien) und zur Vorbeugung von Schüben bei manisch-depressiven Psychosen angewendet. Aus seiner Wirkung schließt man auf die Funktion von Lithium im zentralen Nervensystem. Wahrscheinlich wirkt Lithium innerhalb der Nervenzellen nach der synaptischen Übertragung an der Weiterleitung des Signals in der Zelle mit. Der genaue Wirkungsmechanismus von Lithium ist allerdings nicht vollständig geklärt. Auch in den Lymphknoten und im Skelett wird Lithium eingelagert, wobei aber auch hier die Funktion nicht im Einzelnen bekannt sind.

BEDARF

Tagesbedarf (geschätzt): zwischen 3 und 10 mg. Je nach Autor schwanken die Angaben für den täglichen Bedarf an Lithium. Ein Mehrbedarf kann bei psychisch labilen Menschen oder psychisch Erkrankten, bei Alkoholikern und eventuell bei immungeschwächten Personen bestehen.

NAHRUNGSMITTEL

Lithium kommt in der Nahrung nur in Spuren vor. In einigen Mineralwässern und im Trinkwasser kommen nennenswerte Mengen vor. Relativ gute Lieferanten von Lithium sind weiterhin Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte, sowie einige Gemüsesorten und Getreide. So enthalten z.B.100 g Fleisch etwa 100 µg Lithium.

UNTERVERSORGUNG

Es ist zur Zeit noch nicht befriedigend geklärt, welche Auswirkungen eine mangelnde Versorgung mit Lithium hat. Da Lithium zur Behandlung von psychischen Erkrankungen eingesetzt wird, steht die Vermutung nahe, dass eine Mangelversorgung zu psychischen Veränderungen z.B. aggressivem Verhalten führen könnte. Hierfür gibt es aber bislang keine ausreichenden Beweise.

VERGIFTUNG

Eine Überdosierung, selbst bei Fehlernährung, ist nicht zu erwarten. Eine tägliche Lithiumaufnahme bis zu 10 mg gilt generell als unbedenklich. Zur Behandlung von psychischen Erkrankungen werden allerdings sehr hohe Dosierungen von Lithium eingesetzt, die bei missbräuchlicher Anwendung zu teilweise schweren Vergiftungserscheinungen führen können.

 

 
 

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