Phosphate, alkalisch
Phosphatase, alkalisch (AP)

Die alkalische Phosphatase (AP) kommt in allen Körperzellen vor. Sie ist eine Summe aus verschiedenen Unterenzymen (Iso-Enzyme), wobei die Knochen- und Leberarten von praktischer Bedeutung sind. Die AP zeigt, wie die Gamma-GT auch, unter anderem einen Gallenstau in- und außerhalb der Leber an. Eine Erhöhung kann im Kindesalter durch Knochenwachstum oder im letzten Drittel der Schwangerschaft durch Produktion in der Plazenta normal sein. Andere Indikationen einer Erhöhung können sowohl Knochen- als auch Leber- oder Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen sein. Die Bestimmung erfolgt aus Blutplasma oder Blutserum.
REFERENZ-/NORMALWERTE im Blut IFCC-Einheit, 37°C
Erwachsene 30-120 U/l
Kinder bis zwölf Monate bis 406 U/l
Kinder über ein Jahr, bis 18. Lebensjahr bis 390 U/l

HOHER AP-WERT BEI: 

  • Akute Hepatitis
  • Verschluss-Ikterus (Gelbsucht)
  • Gallenwegserkrankungen
  • Alkoholbedingter Leberschaden
  • Medikamentenbedingter Leberschaden
  • Knochenmetastasen
  • Osteomalazie
  • Morbus Paget
  • Vitamin-D-Mangel
  • Hyperparathyreodismus
  • Akromegalie
  • Verschiedene Medikamente ( u.a.: Allopurinol, Phenytoin, Phenobarbital, Carbamazepin)
Zudem kann die AP bei rheumatischen Erkrankungen, Darmentzündung (M. Crohn), Zuckerkrankheit und Schilddrüsenüberfunktion erhöht sein.

QUELLE: Lothar Thomas: Labor und Diagnose, Dr. med. Katharina Larisch / 070421 

 

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