Gelenkpunktion
Gelenkpunktion

Die Gelenke werden von einer schützenden Haut, der Gelenkkapsel umhüllt. Diese wird von der Gelenkhaut (Synovialis) ausgekleidet. Die Synovialis produziert Gelenkflüssigkeit (Synovia), die die Gelenkoberflächen gleitfähig hält ("Gelenkschmiere"). 

Bei Gelenkentzündungen ist die Gelenkflüssigkeit häufig stark vermehrt und führt zu einer Vorwölbung der Haut über den Gelenken (Gelenkerguss). Man kann nun nach lokaler Betäubung mit einer dünnen Nadel diese Flüssigkeitsansammlung punktieren und Gelenkflüssigkeit absaugen. 


Die Untersuchung der Gelenkflüssigkeit gibt Hinweise auf die Ursache des Gelenkergusses, z.B. rheumatische Entzündungen oder Gelenkverschleiß. Bei Entzündungen des Gelenkes kann man auch Medikamente in den Gelenkraum spritzen. Diese wirken dann direkt am entzündeten Gelenk (z.B. Cortison). 


Der Vorteil dieser Behandlung ist, dass die Medikamente nur in sehr geringen Mengen ins Blut geraten und damit im übrigen Körper kaum Nebenwirkungen auftreten können. Nachteilig ist, dass auf diese Weise auch Bakterien in den Gelenkraum gelangen und dort eine eitrige Entzündung auslösen können. Bei entsprechender Vorsicht passiert dies allerdings extrem selten. 

 

 

 


 

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