Antikörper
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Antikörper

Das Immunsystem kann körperfremde Erreger, die auch Antigene genannt werden, erkennen und stellt zu ihrer Abwehr spezifische Antikörper her - 1015 pro Minute. Diese unterscheiden sich in ihrem Aufbau und in ihrer Funktion voneinander. Es gibt fünf Klassen von Immunglobulinen, die als Antikörper wirken: 

IMMUNGLOBULIN G

Die weitaus größte Menge der Antikörper stellt mit ungefähr 80%  das Immunglobulin G (IgG). 

IMMUNGLOBULIN A

Auf Schleimhäute spezialisiert. Das Immunglobulin A (IgA) ist spezialisiert auf Abwehr von Antigenen an den Oberflächen der menschlichen Schleimhäute z. B. in Nase, Rachen und Darm. 

IMMUNGLOBULIN M

Schnellstarter. Wenn ein fremder Erreger in den Organismus gelangt, reagiert der Körper als erstes mit der Produktion von Immunglobulin M (IgM). Weil IgM so schnell zur Verfügung steht, wird er gelegentlich auch als "Früh-" oder "Sofort-Antikörper" bezeichnet. 

IMMUNGLOBULIN E

Auslöser der Soforttyp-Allergie.

ENA  (extrahierbare nukleäre Antikörper)

Dies ist eine Untergruppe der Antikörper gegen Zellkernbestandteile (antinukleäre Antikörper - ANA), die bei der Diagnose bestimmter Autoimmunerkrankungen von Bedeutung ist.

ANA  (antinukleäre Antikörper )

Antikörper gegen Zellkerne. Man nennt sie auch Kernantikörper. Es handelt sich um Antikörper, die der Körper aufgrund einer fehlgeleiteten Abwehrreaktion (Immunreaktion) gegen Bestandteile der Zellkerne bildet. 

Der Nachweis solcher Antikörper im Blut kann hinweisend auf bestimmte rheumatische Erkrankungen sein (z.B. Lupus erythematodes). Man muss allerdings betonen, dass man diese Antikörper manchmal auch bei gesunden Menschen finden kann.

Als Antwort auf einen Kontakt mit Allergenen bildet der Körper vermehrt bestimmte Antikörper vom Typ IgE (= Immunglobulin E). Diese können im Blut nachgewiesen werden. Bei den meisten allergischen Erkrankungen treten Immunglobuline der Klasse E (IgE) als Antikörper auf.


PEYER-PLAQUES IM DÜNNDARM

Der Darm mit seinen vielen Schleimhautzotten hat eine sehr große Oberfläche. Deshalb spielt er bei der Immunabwehr auch eine zentrale Rolle. Bis zu 80 Prozent der antikörperproduzierenden Zellen befinden sich in der Darmwand. Das ist eine ideale Stelle, weil ein Großteil der Krankheitserreger über den Magen-Darm-Trakt mit der Nahrung aufgenommen wird. Da werden sie dann sozusagen an Ort und Stelle bekämpft.

Schon die Hälfte der Erreger wird im Magen abgetötet. Der Rest gelangt in den Dünndarm, der dicht unter der Schleimhaut mit einer Vielzahl von Lymphfollikeln ausgestattet sind. Die Lymphfollikel sind hier oft in Gruppen bis zu 80 Follikeln angesammelt. Diese Gruppen werden Peyer-Plaques genannt. Der Appendix (Wurmfortsatz, im Volksmund Bilddarm) am Übergang des Dünndarms in den Dickdarm ist vollständig mit Lymphfollikeln ausgekleidet. So lösen eingedrungene Krankheitserreger direkt eine unspezifische und spezifische Immunabwehrreaktion aus


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