aerob/anaerob (Theorie)
Die aerobe (AS) & anaerob (ANS) Schwelle

Für den Sportler am Wichtigsten ist die ANS (anaerobe Schwelle). Sie respektive die IANS (individuelle ANS) markiert die Grenze, an welcher der Energiebedarf des Körpers unter Belastung nicht mehr allein durch die Atmung gedeckt werden kann (anaerob = ohne Sauerstoff); er benötigt Glucose (Traubenzucker), die als Glykogen in Muskel- und Leberzellen eingelagert ist. Bereits jenseits der AS produziert der Körper Laktat, ein Abfallprodukt der Milchsäure, das die Muskelarbeit hemmt; er kann es jedoch fast vollständig abbauen. Bei Belastungen jenseits der ANS ist es damit vorbei. In Muskelzellen und Blut entsteht ein Laktat-Überschuss. Der Effekt dieser anaerob-laktaziden Energiebereitstellung ist weit weniger kompliziert als ihr Name: Die Muskulatur übersäuert, die Leistung nimmt bei längerer, intensiver Belastung ab. 

Ziel des Sportlers ist es schlussendlich, die ANS muss durch entsprechendes Training in höhere Bereiche verschoben werden, um so den Leistungsabfall hinauszuzögern 


AEROBE 

Die muskuläre Energiebereitstellung kann mittels ausreichender Sauerstoffversorgung erfolgen; die Energie kann oxidativ hergestellt werden. Aerobes Training sichert einen hohen Anteil an oxidativen (=aeroben) Enzymen und steigert deren Umsatzgeschwindigkeit. Die Energieversorgung wird verbessert und die Wiederstandskraft gegen Ermüdung erhöht. Der aerobe Bereich eines Athleten ist unterhalb der HF von 140 anzusiedeln. Zur genauen Ermittlung des aeroben Bereiches sind durch Messungen des Laktat unter Belastung durchzuführen.

ANAEROBE 

Bei hohen Leistungen (hohe Bewegungsfrequenzen / großem Krafteinsatz) kann die muskuläre Energiebereitstellung nicht mittels zureichender Sauerstoff erfolgen (Sauerstoffschuld). die Energie wird antioxidativ hergestellt. Durch den Anstieg der Milchsäure übersäuert der Muskel. Folge = Übersäuerung der Muskulatur

 "aerobe Schwelle" ca. 2mmol/l.          "anaerobe Schwelle" ca.4mmol/l 

AEROBE SCHWELLE (AS)

Aufgrund der überwiegenden Fettsäureverbrennung und der damit verbundenen weitgehenden Schonung der Glykogenspeicher in den ST-Fasern kommt es nur zu einer mäßigen Superkompensation der Kohlenhydratreserven, hingegen zu einer beachtlichen Aktivitätszunahme der aeroben Fettsäureabbau.

ANAEROBE SCHWELLE (ANS)

Bis zur anaeroben Schwelle reicht die aerobe Kapazität aus, um den Leistung beeinträchtigten Milchsäureanstieg (Laktat) zu verhindern. Jenseits dieser Schwelle kommt es zu einer raschen Laktatanstieg. Die anaerobe Schwelle liegt bei 4mmol/l, und ist wesentlich von der Ausnützung er max. Sauerstoffaufnahme des Athleten abhängig; liegt daher bei jedem Athleten verschieden hoch. Je höher die anaerobe Schwelle und damit die aerobe Ausdauer, desto höher ist das mittlere Tempo, das über einen längeren Zeitraum aufrecht gehalten werden kann. Sie gibt Auskunft über die Auswirkungen des Trainings auf dem nutzbaren Anteil der max. Sauerstoffaufnahme für die Ausdauerbelastung. 

Der Grund, weshalb wir von aeroben zum anaeroben Bereich wechseln liegt einerseits daran, dass bei zunehmendem Krafteinsatz unsere Muskeln einen Gefäßverschluss erleiden, welcher die Zufuhr des Sauerstoffs über den Blutweg beeinträchtigt / unterbindet. Zum Andern wird bei immer schnellerwerdenden Bewegungen die Zeit der Muskelspannung zu -erholung immer kleiner, respektiv die Zeit für die Erholung wird zu kurz.

KRAFTEINSATZ

Liegt der Krafteinsatz unter 15% so sind wir im reinen aeroben Bereich; zwischen 15% - 50% liegen wir im aeroben/anaeroben Bereich; bei über 50% befindet sich der Sportler im rein anaeroben bereich.


 

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