Schnupfen
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Ein Schnupfen beginnt meist mit einem Brennen und Kitzeln in der Nase. In diesem Stadium kommen oft Frösteln, Niesreiz und Kopfdruck hinzu. In der nächsten Phase wird vermehrt wässriges, klares Sekret ausgeschieden. Die Augen tränen, die Nasenschleimhäute röten sich und schwellen an, dadurch ist die Nase verstopft. In der letzten Phase wird das Sekret dickflüssig und gelb. Unangenehm ist auch der schlechte oder fehlende Geruchs- und Geschmackssinn. Manchmal bilden sich Borken in der Nase. Schnupfen kann alleine oder mit anderen Beschwerden bei einer Erkältung auftreten.

Mit einem Schnupfen "antwortet" die Nasenschleimhaut auf eine Infektion durch Viren. Mit der Atemluft dringen die Schnupfenviren in die Nasenhöhlen ein und greifen die Schleimhaut an. Die Nasenschleimhaut ist die erste Barriere, die die Krankheitserreger auf ihrem Weg ins Innere des Körpers überwinden müssen. Gelingt es den Viren, die Abwehr der Schleimhaut zu überwinden und in die Schleimhautzellen vorzudringen, ist die Infektion da: Um nun die Schleimhaut besser zu durchbluten und mit mehr Abwehrzellen und -stoffen zu versorgen, weiten sich ihre Blutgefäße. Dadurch schwillt die Nasenschleimhaut an, der Weg für die Atemluft wird eng und enger.

Auf Hochtouren arbeiten jetzt die schleimproduzierenden Zellen: Sie bilden große Mengen Sekret, mit dem sie die Viren wegspülen wollen. Nach ein paar Tagen wird das Sekret zähflüssig und kann durch die verengten Atemwege immer schlechter abfließen. Es staut sich, die Nase verstopft, und das Atmen durch die Nase wird immer schwerer oder gar unmöglich.

Typische Schnupfenbeschwerden

  • Kribbeln in der Nase löst Niesreiz aus
  • Anfangs läuft aus der Nase ein wässeriges Sekret.
  • Die Nasenschleimhaut schwillt an, Geruchs- und Geschmacksempfinden nehmen ab, Die Stimme "näselt".
  • Nach einigen Tagen erreicht die Schleimhautschwellung ihren Höhepunkt, das Nasensekret wird zähflüssig und verstopft zunehmend die Nase. Manchmal färbt es sich grünlich-gelblich.
  • Nach etwa sieben bis zehn Tagen ist der Schnupfen normalerweise überstanden.

Händeschütteln kann krank machen

Nur 8,2 Prozent wissen, dass Schnupfen auch durch Händeschütteln mit bereits erkrankten Personen übertragen werden kann. Eine Wissenslücke mit Folgen: Erkältungsviren überleben mehrere Stunden auf der Hautoberfläche. Es kommt daher schnell zu einer so genannten Kontaktinfektion.

Tipp: Wasche regelmäßig die Hände mit Seife, wenn man Schnupfen hat oder mit einem Schnupfenkranken in Kontakt gekommen ist. Dadurch wird die Anzahl der Viren auf der Hautoberfläche reduziert. Außerdem ist es durchaus taktvoll, bei Schnupfen auf die Begrüßung durch Händedruck zu verzichten.

Eine kurze Begründung wie zum Beispiel "Entschuldigung, aber ich gebe Ihnen heute lieber nicht die Hand, damit Sie sich nicht anstecken" ist unter diesen Umständen durchaus erlaubt, bestätigt Benimm- Expertin Franziska von Au, Autorin des Buches "Der neue Knigge, 2002".

 !  BEI DIESEM LEIDEN IST DAS AUFSUCHEN DES ARZTES MEISTENS NICHT ERFORDERLICH !
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QUELLE: Nasivin, Deutschland / 20.09.2004

 

 
 

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