Migräne
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Die Krankheit ist seit Jahrtausenden bekannt, und die Menschen haben sich schon in grauer Vorzeit Gedanken über ihre Entstehung gemacht. Die erste Beschreibung einer Migräneattacke stammt aus dem 1. Jahrhundert v. Chr.: Der Arzt Aretaios von Kappadokien diagnostizierte erstmals verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Im 2. Jahrhundert v. Chr. war es Galen von Pergamon, der für die Migräne die Bezeichnung "Hemicrania" einführte. 

Im Mittelalter kamen viele neue Theorien über die Krankheit im arabischen, jüdischen und persischen Raum auf. Seit der Ausbreitung des Christentums in Europa findet man auch zahlreiche Gedanken zu dem Thema in der priesterlichen und klösterlichen Welt. So begründete Hildegard von Bingen den einseitigen Kopfschmerz damit, dass beidseitige Schmerzen dieser Art wahrscheinlich nicht zu ertragen wären. 

ENTSTEHUNG / UHRSACHEN

Erste fundierte Theorien sind aus dem Mittelalter bekannt. In dieser Zeit wurde aus der Krankheitslehre von Galen ein umfassendes pathogenetisches System der verschiedenen Krankheiten entwickelt. Demnach wurde die Entstehung der Migräne auf eine übermäßige Produktion von Gallensäften zurückgeführt. Als Ursache wurde u.a. zu fettes Essen vermutet. Daher konzentrierte sich die Therapie auf die Reduzierung der Gallenflüssigkeit und die Umstellung der Ernährung. 

Auf die erste Beschreibung einer Migräne mit Aura stößt man zu Beginn des 17. Jahrhunderts bei Charles Le Pois. Zahlreiche weitere wissenschaftliche Arbeiten folgten, die die verschiedenen Phasen einer Migräneattacke in ihren Grundzügen bereits ziemlich genau wiedergaben. 

1860 vertrat Emil Du Bois-Reymond erstmals die Hypothese, die Migräne sei auf eine "Hyperaktivität des sympathischen Nervensystems" zurückzuführen. Sein Zeitgenosse W. Möllendorf dagegen vermutete eine "gefäßparalytische Ursache". Eine weitere wichtige Hypothese wurde von Edward Liveing im Jahre 1873 formuliert. Er bezeichnete den Auslöser der Migräne als einen "Nervensturm" - eine Theorie, die Parallelen zur Genese der Epilepsie aufweist. In der Folge wurde noch eine Vielzahl von anderen pathogenetischen Faktoren genannt: Erbeinflüsse, Infektionen, Selbstvergiftung, Blutandrang im Gehirn, Entzündung der Augen. 

Ab 1926 setzte sich in der ärztlichen Praxis Ergotamin zur Reduktion von Migränekopfschmerzen durch. Seine Wirksamkeit wurde insbesondere von den Schmerzforschern John Graham und Harald G. Wolff systematisch klinisch erprobt. Auf Wolffs Initiative kam auch das im Jahre 1962 erstmalig publizierte Klassifikationssystem für Kopfschmerzen zustande. 

Über die Therapie der Migräne herrscht jedoch unter den Experten bisher noch keine völlige Einigkeit. 

Bis heute sind die Ursachen der Migräne weitgehend ungeklärt. Einige Wissenschaft geht davon aus, dass bestimmte Reize (s. u.) zu einer umschriebenen Entzündung der Hirnhaut und der darin verlaufenden Hirngefäße führen. Durch die Entzündung werden beim Pulsieren der Hirngefäße Schmerzen ausgelöst. Die eigentliche Ursache dieser Vorgänge ist unbekannt. 

Quelle: Aspirin Deutschland

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cover Selbsthilfe bei Migräne  /  M. Loibl

Mit Migräne leben – aber besser! Dem zermürbenden Kreislauf entkommen, neue Lebens- Qualität finden: Selbsthilfe bei Migräne. Der Ratgeber für Betroffene. Die Autorin ist Journalistin und Leiterin einer Selbsthilfegruppe für Migräniker. Die Ernsthaftigkeit, mit der Marianne Loibl ihren Ratgeber für andere Mitleidende verfasst hat, ist wohltuend. Ihre vielfältigen Therapie- Vorschläge und Interviews mit Fachärzten sowie Homöopathen sind Wegweiser aus dem Gefängnis im Kopf.

Broschiert - Goldmann  /  Erscheinungsdatum: Januar 2001  /  ISBN: 3442162254


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