Diabetes mellitus
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Diese unheilbare, aber bei rechtzeitiger Erkennung gut zu behandelnde Störung des  Zuckerstoffwechsels führt zu erhöhten Blutzuckerwerte und kann bei NICHT-ERNST- NEHMEN zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen mit Auswirkungen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen,  Gefäße, Nerven, Augen oder Nieren führen.

Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) ist schon seit Jahrtausenden bekannt; schon 1550 vor Christi wurde sie von griechischen Ärzten beschrieben. Dabei kann Glucose nicht oder nicht richtig zur Energiegewinnung verwertet werden. Glucose reichert sich im Blut an und wird ab einer gewissen Schwelle (bei über 160 bis 180 Milligramm Glucose pro 100 Milliliter Blut) über die Nieren ausgeschieden. Da Glucose ein wichtiger Energielieferant für die Zellen ist und bei der Energiegewinnung aus Fett und Eiweiß beteiligt ist, kommt es durch den Glucosemangel in den Zellen zu Störungen im Energie- sowie im Fett- und Eiweißstoffwechsel. Entgleist der Zuckerstoffwechsel, kann es zu Unter- oder Überzuckerung kommen, die schwere Folgen für den Diabetiker haben können. Anzeichen einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) können Zittern, Schweißausbruch, Schwindel und Heißhunger sein. Mögliche Folgen sind Verwirrtheit und Bewusstlosigkeit. Zeichen einer Überzuckerung (Hyperglykämie) sind Durst, häufiges Wasserlassen und Müdigkeit. Wird der Zustand nicht behandelt, können Folgeschäden an den Blutgefäßen der Augen, Nieren, Beine und des Herzens oder das lebensgefährliche diabetische Koma auftreten.

Es werden zwei Formen der Krankheit unterschieden: Diabetes mellitus Typ-1 ("jugendlicher Diabetes"), der bereits bei Kindern oder Jugendlichen auftritt. Der Körper stellt anfangs zu wenig, später kein Insulin mehr her. Daher sind diese Diabetiker auf Fremdinsulin angewiesen.

Fast 90 Prozent aller Diabetiker haben Diabetes mellitus Typ-2. Diese Form tritt meist nach dem 40. Lebensjahr auf, beginnt schleichend und wird häufig nur durch Zufall entdeckt. Der Körper stellt oft durchschnittliche Mengen Insulin her, aber es wird nur verzögert abgegeben oder kann nicht richtig wirken. In der überwiegenden Zahl sind Übergewicht und Bewegungsmangel die Auslöser für einen Typ-2-Diabetes. Daher gelingt es oft allein durch Normalisierung des Körpergewichtes und die richtige Lebensmittelauswahl, den Blutzuckerspiegel zu normalisieren. In manchen Fällen ist eine zusätzliche Behandlung mit Tabletten oder Insulin notwendig. Ziele der Ernährungsbehandlung sind, eine ausgeglichene Stoffwechsellage zu erreichen, die Blutzuckerwerte zu normalisieren, das Sollgewicht zu erreichen und zu halten und Spätschäden zu verhindern.

Diabetes bei Männer

Ein erster Hinweis auf Diabetes kann das Auftreten von Erektionsstörungen sein. Etwa 16% der Störungen können auf Diabetes mellitus zurückgeführt werden.

Blutzuckerwerte 

Gesunde nüchtern Diabetiker nüchtern Diabetiker 1h nach dem Essen
Kapillarblut 55 - 100 mg/dl
Venenblut 55 - 100 mg/dl
Kapillarblut über 120 mg/dl
Venenblut über 120 mg/dl
Kapillarblut über 200 mg/dl
Venenblut über 180 mg/dl
Therapieziel für die 
Nüchternglukose bei Diabetes:
bis 50 Jahre: unter 110 mg/dl
über 50 Jahre: unter 150 mg/dl

DIABETES ERHÖHT ALZHEIMERRISIKO

Mediziner der Rush Universität sind sich sicher, einen Zusammenhang zwischen Zuckerkrankheit und Alzheimer gefunden zu haben. Das Risiko, an Alzheimer zu erkranken soll, so die  fünfjährigen Studie zufolge, bis zu 65% erhöht sein. Die Wissenschaftler untersuchten laufend die Verringerung der geistigen Leistungsfähigkeit bei Diabetikern und Nichtdiabetikern in Bezug auf Gedächtnis und Auffassungskraft sowie hinsichtlich Alzheimer und anderer Demenzerkrankungen. 

Die Tests ergaben, dass nur die Geschwindigkeit der Auffassung bei Diabetikern bis zu rund 44% rascher abnahm als bei gesunden Teilnehmern. Da auch verbreitete Gefäßerkrankungen in diesem Bereich nachweislich negative Auswirkungen haben, sind laut den Wissenschaftlern weitere Studien erforderlich, bevor ein direkter Zusammenhang hergestellt werden kann. In den anderen kognitiven Bereichen konnte kein Unterschied zwischen den beiden Patientengruppen festgestellt werden

Die leitende Wissenschaftlerin Zoe Arvanitakis gab laut BBC bekannt, dass alle Teilnehmer sich bereit erklärt haben, ihre Gehirne nach ihrem Ableben der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen um diese Ergebnisse zu sichern

QUELLE: Fachmagazin "Archives of Neurology"


 !  BEI DIESER ERKRANKUNG IST DAS AUFSUCHEN DES ARZTES ODER SPITALS UNBEDINGT ERFORDERLICH !


VITAMINE KÖNNEN BEI DIABETES HELFEN 

Ein dem Vitamin B1 ähnlicher Stoff kann Diabetiker möglicherweise vor Erblindung schützen. Durch Diabetes bedingte Schäden an der Netzhaut gehören zu den häufigsten Ursachen für Erblindung bei Erwachsenen.

Bei Diabetikern mit chronisch erhöhten Glukosewerte können mit der Zeit Augen, Nervenzellen oder Organe geschädigt werden. Mitverantwortlich dafür sind so genannte Triosephosphate, die sich in den Zellen anreichern und beispielsweise die feinen Blutgefäße in der Netzhaut schädigen. Die amerikanischen Wissenschaftler konnten nun zeigen, dass der Wirkstoff Benfotiamin diese schädlichen Substanzen in harmlosere Stoffe umwandelt.

Experimente mit diabeteskranken Ratten bestätigten die Wirkung von Benfotiamin. Die Tiere zeigten auch nach neun Monaten keine Schäden an der Netzhaut. Ob das Mittel auch beim Menschen die Folgeschäden von Diabetes verhindern könne, sei allerdings noch offen, betonen die Forscher,

QUELLE: Albert-Einstein-Colleges für Medizin in New York im Fachmagazin Nature Medicine (03/2003).


 
 

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