Arteriosklerose / Arterienverkalkung
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Arteriosklerose ist eine krankhafte Veränderung in den Blutgefäßen und kann zur Minderung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit führen. 

Arteriosklerose und die Folgekrankheiten sind bei Naturvölkern nahezu unbekannt. Auf der anderen Seite stirbt mittlerweile jeder zweite Schweizer, Deutsche oder Österreicher an einer Störung seines Herz-Kreislauf-Systems. Der Schluss liegt auf der Hand. Kardiovaskulären Krankheiten sind typische Zivilisationskrankheiten, und wie sehr sich unsere Gefäße verändern, hängt letztlich von unserer Lebensweise ab.

Cholesterinkristallablagerungen führen zur Bildung von sogenannten Ätheromen, das sind entzündliche Herde, in denen sich Blutbestandteile, Fettstoffe, Stoffwechselschlacken und Kalksalze gern festsetzen. Es bilden sogenannte Plaques, flächige Verkalkungen; dadurch wird die Gefäßwand härter und enger. Die Arterie verliert ihre Elastizität und kommt ihrer Aufgabe, dem Bluttransport vom Herzen in die einzelnen Körperbereiche, nur noch schwer nach. Meist sind diese Durchblutungs störungen auch von Kreuz- oder Rückenschmerzen begleitet. Mit zunehmendem Alter nimmt auch die Erkrankungsgefahr rapide zu. Gründe für die Durchblutungsstörungen sind kalk- und fettartige Einlagerungen die sich in den Wänden der Schlagadern absetzen. Hierdurch verlieren die Blutgefäße ihre Elastizität, und die Adern werden verengt, was den Blutstrom behindert.

Ursache der sklerotische Veränderungen sind:

  • Fett- und eiweißreiche Ernährung
  • Überernährung, Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Übermäßiges Rauchen & Alkohol trinken
  • Dauerstress, unzureichender Schlaf, unverarbeitete Konflikte
  • Rauchen + Pille bei Frau ab 30 

Die Arterienverkalkung kann bereits im Jugendalter einsetzen und sich über Jahrzehnte weiter entwickeln, ohne dass man sie spürt. Diabetiker und Personen mit Bluthochdruck sind besonders gefährdet. Erst die Folgeerkrankungen (Angina-pectoris, Herzinfarkt, Kreislaufkollaps, Schlaganfall) konfrontieren die betroffene Person mit dem Phänomen Arteriosklerose.

Durchblutungsstörungen betreffen meistens den unteren Körperbereich, von der Bauchaorta bis zu den Fußarterien, und stellen eine besondere Erscheinung der Gefäßverengung dar. Letztere führt zu einer Verringerung des Blutflusses und der Sauerstoffzufuhr in das Muskelgewebe, das allmählich abstirbt. Im letzten Stadium bilden sich Geschwüre und verschließen sich die Gefäße derart, dass eine Amputation unumgänglich wird. Es besteht dann Wundbrandgefahr.

THERAPIE / BEHANDLUNG

Als unterstützende Maßnahme empfiehlt es sich, sofort das Rauchen und übermäßigen Alkoholgenus einzustellen, jeglichen Stress von sich weisen und die Ernährung auf cholesterinarme Kost umstellen. Nur wenn die Durchblutungsstörungen behandelt werden, können auch die damit verbundenen Rückenschmerzen wieder verschwinden. Wandern, leichte sportliche Betätigung und ein Hobby, das wirklich Freude bereitet, helfen ebenfalls, den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.

Bei den Naturheilmitteln hat sich gezeigt, daß Bärlauch, auch wilder Knoblauch genannt, blutdrucksenkend wirkt und gegen Arteriosklerose eingesetzt werden kann. Sie sollten ihn aber dann nur in frischem Zustand verwenden, also etwa bei Salaten, da er erhitzt seine Wirkung verliert.


Kann Arterienverkalkung doch rückgängig gemacht werden?

(Neu-Isenburg - 15.03.06) - Eine Arteriosklerose (Arterienverkalkung),  durch die ein hohes Risiko für koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt und Schlaganfall besteht, galt bisher als irreversibel. In einer neuen Studie (ASTEROID) ist es nun erstmals gelungen, durch eine extrem starke Senkung des „schlechten“ LDL-Cholesterins nicht nur die weitere Verkalkung aufzuhalten, sondern sie sogar zum Teil rückgängig zu machen, berichtet die Ärztezeitung.

Eine Forschergruppe aus Ohio hat mit dem Medikament Rosuvastatin, einem Statin, dass in Deutschland noch nicht auf dem Markt ist, die Blutfettwerte stark beeinflusst. Das „schlechte“ LDL-Cholesterin wurde von 130,4 mg/dl weit unter den bisher geltenden Therapie-Wert von 100 mg/dl auf nur 60,6 mg/dl gesenkt. Gleichzeitig wurde das „gute“ HDL-Cholesterin deutlich von 43,1 mg/dl auf 49 mg/dl erhöht. Durch diese Behandlung verkleinerten sich bei zwei Dritteln der 349 beobachteten Patienten die Arteriosklerose-Beläge.

Als nächstes wollen die Wissenschaftler herausfinden, ob sich dadurch auch die Sterblichkeit, z.B. durch Herzinfarkt oder Schlaganfall, verringert. Doch schon jetzt steht für sie fest, dass in Zukunft bei der Therapie der Arteriosklerose und der koronaren Herzkrankheit das LDL-Cholesterin nicht mehr auf einen bestimmten Wert, sondern so weit wie möglich gesenkt werden sollte.

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