Muskel
Muskel

Muskeln können sich als einziges Organ zusammenziehen (kontrahieren). Im Zusammenspiel mit den Gelenken können so die Knochen bewegt werden. Das Zusammenziehen ist aber schon alles was der Muskel kann. Gestreckt wird er erst wieder durch den Komplementärmuskel. Beim Bizeps ist es demzufolge der Trizeps des Oberarmes. Alle unsere  Bewegungen funktionieren nach diesem Prinzip von Zusammenziehen und Lösen. Je komplexer die Bewegung (Laufbewegung des Bein) um so mehr Muskeln (Muskelgruppen) sind daran beteiligt

Der Auslöser der Muskelkontraktion ist das Hirn, welches den Befehl über die Nervenfasern an die Muskelfasern weiterleitet, wonach der Vorgang ausgelöst wird. Die Nervenfasern reizen nur gerade mal soviel Muskelfasern wie es zur Ausübung der Bewegung braucht, den die einzelnen Fasern kennen nur alles-oder-nichts (zusammenziehen oder eben nicht). Eine Bewegung des Muskels beinhaltet demnach nicht unbedingt den Einsatz jeder Muskelfaser.

Bei einer dauerhaften Bewegung werden die ermüdenden Muskelfasern durch die Inaktiven abgelöst, bis alle Fasern schließlich im Einsatz waren. Danach müssen die ersten Fasergruppen zeigen was noch in ihnen steckt. Dieser Vorgang kann je nach Krafteinsatz mehr oder weniger beliebig wiederholt werden, bis schließlich die Muskeln streiken.

Die Ausreizung der Muskelfasern durch den Einsatz bis zum Letzten veranlasst die Nerven die Reserven anzuzapfen, wobei der Muskel durch anschwellen seiner Fasern reagiert und die Kraft somit gesteigert werden kann. Das Wachstum der Muskeln ist daher eigentlich eine Anschwellung und keine Zunahme der Muskelfasern.

Der Skelettmuskel enden meistens an einer Sehne, welche beim Sehnenansatz an den Knochen befestigt ist, und setzen sich aus parallel verlaufenden Muskelfasern zusammen, die wiederum in einer Vielzahl von Muskelfibrillen (Myofibrillen) aufgeteilt sind. In diesen tausendstel Millimeter feinen Fibrillen finden sich die Strukturen die für die Kotraktation zuständig sind. Die Aktin- und Myosinfilamente (beides Eiweißmoleküle) sind so angeordnet das sie sich gegeneinander verschieben können. Erst dieses Gegeneinanderschieben resultiert die Muskelkraft

Die Fasern lassen sich in ST-Fasern & FT-Fasern  unterteilen, deren Verhältnis weitgehend genetisch bedingt sind und sich nur schwer umwandeln lassen. Am ehesten lassen sich die schnellen FT-Fasern umwandeln. Die Ausdauer-ST-Fasern zu FT-Fasern umzuwandeln ist praktisch unmöglich

Bei den Dehnungsübungen des Muskels gilt es nicht nur die Beweglichkeit beizubehalten, sonder den Muskel auf die max. Entspannung zu bringen. Nur wenn der Muskel das ganze Spektrum des Dehnen und Zusammenziehen erbringen kann, wird die maximale Leistungsfähigkeit erzielt.

Männer haben (durch das naturgegebene größeren Vorkommen an Testosteron)  im Körper das größere Muskelaufbaupotential  als Frauen.

Die Muskelmasse des Mannes ist normalerweise bei ca. 40-50%, deren der Frau bei ca. 25-30%

ST-Fasern & FT-Fasern

Der entscheidende Unterschied liegt in der muskulären Energiegewinnung.

Die ST-Faser gewinnt ihre Energie durch die sogenannte Oxidation (aeroben), 
wobei der Sauerstoff dem Blutstrom entnommen werden wird.
  • Die rote Fasern ist schmaler als die FT-Faser
  • Ausgezeichnetes dynamisches Verhalten unter Belastung
  • Sie ist langsam besser kapillarisiert und ausdauernd als die FT-Faser
  • Weisen eine größere oxidative Kapazität auf als FT-Fasern.
  • Verfügt nur über eine geringe anaerobe und glykolytische Kapazität.
  • Wird von feinste Blutgefässe (Kapillaren) versorgt.

Die FT-Fasern benötigen während der Kontraktion keinen Sauerstoff, 
da sie die Energie anaerob freisetzen, daher unter Aufspaltung von Glukose.

  • Die weißen Fasern ist dicker als die ST-Faser.
  • Ausgezeichnetes statisches Verhalten unter Belastung
  • Sie ist schnell, kräftig und schnell ermüdet.
  • Weist mehr Nerven auf als die ST-Faser.

Wie Aktin- und Myosinfilamente den Körper bewegen.

Den eigentlichen Motor der Muskelkontraktion bilden aber zwei hauchdünne Eiweißfäden, die parallel im Innern der Myofibrillen liegen: die sogenannten Aktin- und Myosinfilamente. Sobald wir unsere Muskeln bewegen, verschieben sie sich gegeneinander.

Myosinfilamente sehen aus wie Ruderboote. Winzige Paddel – die Myosinköpfchen – ragen seitlich aus ihnen heraus. Mit ihnen zerren sie die Aktinfäden Stück für Stück an sich vorbei. Dadurch verkürzen sie die Myofibrille und schließlich den gesamten Muskel. Die Bewegung ähnelt einem Teleskop, das eingefahren wird. Entspannen wir unsere Muskeln, gleiten die Aktin- und Myosinfilamente wieder auseinander. So als ob das Teleskop wird ausgefahren würde. 

Zum Sprinter wird man geboren, Ausdauer muss trainiert werden.


INFO MUSKELN
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