Leber
Leber  /  Die chemische Küche 

Die menschliche Leber wiegt ca. 1500 - 2000g,  ist ein weiches, ziemlich gleichmäßig strukturiertes Organ im rechten Oberbauch. Sie ist die chemische Küche des Körpers und ist beteiligt am Aufbau, Umbau, Abbau und Speicherung von vielen Stoffen.

Die Leber ist das zentrale Organ des gesamten Stoffwechsels und die größte Verdauungsdrüse im erwachsenen menschlichen Körper. Sie bildet verschiedene Bluteiweiße, Abwehrstoffe und Galle und ist das Hauptentgiftungsorgan. Fast alle Nährstoffe, die aus dem Darm ins Blut aufgenommen werden, gelangen zuerst zur Leber und werden dann von dieser je nach Bedarf ans Blut abgegeben oder aus dem Blut entfernt.

FUNKTION

  • Abbau und Ausscheidung von Stoffen
  • Produktion lebenswichtiger Eiweißstoffe
  • Verwertung von Nahrungsbestandteilen
  • Speicherung von Vitaminen
  • Hormontransport

LEISTUNG

Die Leber ist eng in die Steuerung des Glukose-, Fett- und Eiweißstoffwechsels eingebunden. Glukose wird vom Darmblut aufgenommen und kontrolliert an den restlichen Körper weitergegeben. Ein Überschuss wird als Glykogen gespeichert. Bei Hunger wird der Speicherstoff zu Glukose abgebaut. Die Leber beeinflusst durch die Steuerung von Hormonen (z.B. Insulin) den Blutzuckerspiegel und kann ihn, von der Nahrungsmittelzufuhr unabhängig, konstant halten. Insulin aktiviert in der Leber die "Verbrennung" des Zuckers und hemmt den Abbau von Fett.

Speicherung

  • Glucose in Form von Glykogen,
  • Fett in Form von Lipoproteinen
  • zahlreiche Vitamine
  • Blut
Bildung von Eiweiß
  • Albumin
  • Prothrombin
  • Fibrinogen
  • Bildung der Galle
Synthese von Cholesterol und der hieraus abgeleiteten Gallensäuren; Blutbildung beim Fetus bis zum 7. Schwangerschaftsmonat;

Funktion der Leberenzyme

Die Blutuntersuchung gibt bei Lebererkrankungen oft wertvolle Hinweise auf Art und Ausmaß der Erkrankung. Enzyme werden wie überall im Körper auch in der Leber benötigt, um die Stoffwechselleistungen der Leber aufrecht erhalten zu können. Bei Schädigung der Leberzellen treten diese Enzyme im Blutserum erhöht auf. Je nach dem, welche Enzyme erhöht sind, kann man oft auf die Art der Erkrankung schließen. Die Höhe des Enzymanstiegs im Serum entspricht dabei dem Ausmaß der Schädigung der Leberzellen. Zellschäden können unter anderem durch Virusinfektionen, Alkohol, Vergiftungen oder Tumoren verursacht sein. Alle Enzyme in den Leberzellen kommen auch in anderen Körperzellen vor, wie zum Beispiel im Herzen und in der Skelettmuskulatur. Viele Enzyme finden sich sogar in allen Zellen des Körpers. Dennoch sind manche Enzyme nur bei Leberzellschäden im Serum erhöht.

QUELLE: Lexikon-Online / 060205


 

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