Herz
Herz 

HF = Kürzel für Herzfrequenz 

Eigentlich ist das menschliche Herz nichts anderes, als ein etwa faustgroßer Muskel, dessen Aufgabe es ist, Blut durch den Körper zu pumpen. Wenn wir uns stark anstrengen oder aber sehr aufgeregt sind (Stress), dann benötigt der Körper mehr Sauerstoff. Deshalb erhöht der Herzmuskel in solchen Fällen seine Leistung. 

Unser Herz pumpt pro Tag ca. 10'000 Liter Blut durch unseren Körper

Wie schnell unser Herz schlägt, können wir recht einfach messen, denn bei jedem Herzschlag entsteht in den Arterien eine Druckwelle, und die können wir als Puls zum Beispiel am Handgelenk fühlen.

Das Herz wird in zwei Hälften - die linke und die rechte Herzhälfte unterteilt. Die linke Herzseite pumpt das frische, mit Sauerstoff angereicherte Blut in den Körper, während die rechte Seite das verbrauchte Blut in den sogenannten Lungenkreislauf pumpt, damit es dort wieder mit Sauerstoff angereichert werden kann. Dieser Pumpvorgang kann ganz grob in zwei Schritte eingeteilt werden: In der ersten Phase erschlafft das Herz und füllt sich wieder mit Blut (Diastole), und in einer zweiten Phase zieht sich das Herz zusammen und stößt das Blut in den Körper (Systole). Diese beiden Werte (Diastole und Systole) werden bei der Messung des Blutdruckes untersucht.

Pro Jahr transportiert das Herz über 2.6 Mio. Liter Blut in die verschiedenen Gefäße, was dem Inhalt eines Olympia-Schwimmbeckens entspricht

Ist man sich über diesen Vorgang im klaren, so wird deutlich, dass Herz und Kreislauf naturgemäß eng miteinander zusammenhängen. Die rechte und die linke Herzkammern sind also quasi wie zwei Pumpen in das Kreislaufsystem eingeschaltet, die das Blut in die Blutgefäße befördern, damit alle Körperregionen ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden.

HERZMUSKULATUR 

Der Herzmuskel (Myokard) arbeitet unwillkürlich, also ohne unser bewusstes Zutun. Er zieht sich 45 Mal (Schlaf) bis <200 Mal (Training) in der Minute zusammen und kann so bis 40 lt./Minute zirkulieren lassen. Wie die willkürliche Muskulatur besteht auch dieser Muskel aus quergestreiften Muskel-Faserbündeln, die hier aber kreuzweise angeordnet sind. Durch diese Mischung von Eigenschaften beider Muskelarten besitzt das Herz seine einmalige Ausdauer und Kraft. Es arbeitet unter der Kontrolle des autonomen Nervensystems.

HERZRHYTHMUS

Erzeugt wird der Herzrhythmus durch körpereigene elektrische Impulse: vom Sinusknoten im Vorhof des Herzens werden die Impulse zum AV-Knoten (Atrioventrikularknoten) am Übergang von Vorhof zur Herzkammer geleitet. Von dort wird der Impuls über verschiedene Reizleitungsbahnen in die Herzkammer geleitet und das Herz zieht sich zusammen. Auf diese Weise wird das Blut durch den Körper gepumpt.

Jeder Gesunde hat in seinem Leben gelegentlich Herzrhythmusstörungen. Obwohl sie von manchen Menschen als sehr bedrohlich empfunden werden, sind sie meist harmlos. Trotzdem müssen Herzrhythmusstörungen von einem Arzt abgeklärt werden.

GA- & HERZTRAINING 

Ein Effekt des GA-Training ist die Ausbildung zum sogenannten "Sportlerherzen", welche sich durch Vergrößerung der Herzhöhlen (Dilatation) sowie der Dickenzunahme (Hypertrophie) der Herzwände auszeichnet. Die Vergrößerung des Herzens ist unabdingbare Voraussetzung für ein erhöhtes Schlagvolumens und der damit verbundenen Steigerung der Sauerstoffaufnahmefähigkeit. Hierdurch werden Ausdauer- & Belastungsleistungen erheblich erhöht

FUNKTIONELLE & STRUKTURELLE  ANPASSUNG EINES AUSDAUERTRAININGS 

  • Vergrößerung des Herzinnenraumes (von 650 bis zu 900ml), 

  • der Herzmuskeldicke (Herzgewichtzunahme von 250 bis zu 500g) 

  • Ökonomisierung der Herzarbeit (Abnahme der Herzfrequenz - Zunahme des Schlagvolumens) 

  • Erhöhung der Förderkapazität (das Herz-Minuten-Volumen steigert sich von 20 bis zu 40l/Minute)

HERZZEITVOLUMEN

(HZV, Cardiac Output) Vom Herz (linke oder rechte Herzkammer) pro Zeiteinheit ausgeworfene Blutmenge, errechnet aus Herzschlagvolumen x Herzfrequenz. Meist ausgedrückt als Herzminutenvolumen, das bei einem «normalen» Erwachsenen bei ca. 4,5 bis 7 l/min (Liter pro Minute) liegt.

QUELLE: Aus diversen Publikationen / 060501


 

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