Gene
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Gen 

(Erbanlage) Abschnitt auf der Desoxyribonukleinsäure (DNS) eines Chromosoms, in dessen Basensequenz die vererbbare Information für den Zusammenbau eines Eiweißes codiert ist. Ein Gen enthält außerdem Informationen über die Ausprägung bestimmter Merkmale. Die Gesamtheit der Gene aller Chromosomen bestimmt den Genotyp einer Person.

Die Frage, was genau eigentlich nun ein Gen ist und was nicht, ist von Wissenschaftler nicht gänzlich beantwortet, sondern eher eine ausgesuchte Definitionsfrage: Unstrittig ist, dass all das, was für ein Eiweiß (Protein) codiert, ein Gen ist. Unstrittig auch, dass ein Gen in DNA-Sprache geschrieben ist. Jeweils drei der Basen bilden dabei ein Wort, das für eine Aminosäure steht, aus denen die Proteine bestehen. Vor und hinter dem eigentlichen kodierenden Bereich eines Gens liegen noch Sequenzen, die für das korrekte Abschreiben der DNA in RNA wichtig ist - die RNA ist die Kopie der DNA, die den Zellkern verlässt und in Proteine übersetzt wird.

Es gibt jedoch auch Bereiche auf den Chromosomen, die nicht für Eiweiße kodieren, sondern direkt für notwendige RNA-Sequenzen, Blindtext sind oder eine Schutzfunktion der Chromosomen erfüllen wie repetitive Sequenzen, die beispielsweise in den Telomeren am Ende der Chromosomen vorkommen. Auch hier wird oft von Gen gesprochen, wenngleich viele Forscher diese Nomenklatur nicht teilen. 

RIBONUKLEINSÄURE / RNA (RNS)    

Die Ribonukleinsäure (RNA) ist der kleine Bruder der DNA. Sie ist eine Kopie derselben, mit zwei kleinen Unterschieden: Sie ist im Unterschied zur DNA nicht doppel-, sondern einzelsträngig, und in ihr sitzt nicht die Base Thymin, sondern Uracil. Sie verlässt den Zellkern, um dort in drei unterschiedlichen Ausprägungen drei unterschiedlichen Aufgaben zu erfüllen:
  • mRNA: Die messenger-RNA ("Botschafter.")-RNA ist eine Kopie der Gene, die für Proteine kodiert. Sie wird an den Ribosomen exprimiert.
  • tRNA: Die transfer-RNA ist das Molekül, das spezifisch den genetischen Code erkennt und in Proteine umsetzt, weil sie an der einen Seite die mRNA erkennt, an der anderen die entsprechende Aminosäure.
  • rRNA: Die ribosomale RNA sitzt an den "Übersetzungsorganellen" Ribosomen und unterstützt dort die Translation, also das Übersetzen der Erbinformation in Proteine.

 

 

 

 

 


 

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