Weisse Blutkörperchen
Weiße Blutkörperchen  /  Leukozyten 

Sie spielen die Hauptrolle im Kampf des Körpers gegen Infektionen und Erkrankungen. Eine Erhöhung der Leukozytenzahl im Blut deutet auf eine Krankheit hin.

INFO Die Leukozyten (weissen Blutkörperchen) werden in die 3 Hauptgruppen unterteilt. 
Granulozyten / Monozyten / Lymphozyten 

Die weißen Blutkörperchen werden im Knochenmark und in den lymphatischen Organen (z.B. Thymus, Lymphknoten, Milz) gebildet. Sie sind für die Immunabwehr des Körbers zuständig und bekämpfen z.B. Infektionen, Wundbrand usw. und kommen dann in erhöhter Anzahl vor. Sie können aber auch bei Stress, körperlichen Anstrengung und Allergien vermehrt auftreten. Je nach Ursache ist eine andere Untergruppe der Leukozyten an der Reaktion beteiligt und damit vermehrt im Blut vorhanden.


KURZBESCHREIBUNG 

Granulozyten

Die Granulozyten machen ca. 60 Prozent der weissen Blutzellen (Leukozyten) aus und weisen feinste Körnchen in ihrem Zellinnern auf. Granulozyten werden im Knochenmark gebildet und ins Blut abgegeben. Sie zerstören eindringende Bakterien, die Krankheiten verursachen können.

INFO Die Granulozyten werden in die 3 Untergruppen unterteilt: 
Neutrophilen Granulozyten / Eosinophilen Granulozyten / Basophilen Granulozyten. 

Monozyten 

Monozyten machen 2-8% der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus und stellen unter diesen die größte Art dar. Außerdem sind sie unter den weißen Blutkörperchen am besten in der Lage, Bakterien und Gewebetrümmer unschädlich zu machen (zu phagozytieren, d.h. wörtlich zu "fressen").

Monozyten bleiben zwei bis drei Tage im Blutkreislauf. Danach wandern sie in das umgebende Gewebe ein, wo sie größer werden und dann als Histiozyten oder Gewebemakrophagen bezeichnet werden. Sie sind vor allem in Lymphknoten, Lunge, Leber, Milz und Knochenmark zu finden. Gemeinsam mit den basophilen Granulozyten vermitteln und fördern sie allergische Reaktionen

Lymphozyten 

Lymphozyten gehören zu der Gruppe der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und sind unter denen die kleinste Untergruppe. Sie stellen jedoch 25-40% der Leukozytenzahl im Körper und sind die eigentlichen spezifischen Abwehrzellen. 

Beim Erwachsenen sind nur etwa 4% der Lymphozyten im Blut (Kleinkinder bis zu 50%) vorhanden, die übrigen 96% werden erst bei Bedarf in die Blutbahn abgegeben. Gespeichert sind diese im Knochenmark und in den lymphatischen Organen (Thymus, Milz, Mandeln, Peyerschen Plaques, Lymphknoten).

Man unterscheidet zwischen B-Lymphozyten und T-Lymphozyten. Diese haben verschiedene Bildungsorte, verschiedene Aufgaben und ein unterschiedliches Aussehen. Von beiden Unterarten existieren kurzlebige Lymphozyten, die nur 7 Tage aktiv sind, und langlebige Lymphozyten, die 500 Tage ihren Dienst versehen können. Letztere arbeiten als "Gedächtniszellen". Sie sind in der Lage, sich den Erreger einer überstandenen Infektion zu merken. Bei einer erneuten Infektion mit dem Erreger können sie so viel schneller und effektiver reagieren.

QUELLE: u.a. Lothar Thomas: Labor und Diagnose / 060427


 

 

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