Laktat
Laktat / Salz der Milchsäure

(Lactat) Salz der Milchsäure, das im Stoffwechsel bei unvollständiger Verbrennung von Glukose gebildet wird. Dies ist dann der Fall, wenn der Muskulatur bei körperlicher Leistung nicht genügend Sauerstoff zugeführt wird. Der Puls liegt dann im anaeroben («ohne Sauerstoff ablaufenden») Bereich, der zu einer Übersäuerung der Muskeln führen kann. Mit einer Laktatmessung kann der Arzt bestimmen, bei welchem Puls der Körper auf den anaeroben Modus umschaltet und die Fettverbrennung abnimmt. Der optimale Fettverbrennungspuls liegt darunter.


Milchsäure (Laktat) ist das Endprodukt des anaeroben Stoffwechsels. Diese Substanz entsteht bei intensiven Belastungen, wenn die Muskulatur über Lunge und Kreislauf nicht mehr genügend Sauerstoff zur Deckung des Energiebedarfs erhält. 

Die Konzentration des Laktat ist einfach zu bestimmen; man braucht nur ein Tröpfchen Blut aus dem Ohrläppchen oder der Fingerkuppe. Durch die Bestimmung der Laktatkonzentration kann man Schlüsse über die Belastungsintensität und die aktuelle Leistungsfähigkeit ziehen. Bei einem sogenannten Leistungstest wird die Laktatkonzentration während des Laufens bei ansteigender Geschwindigkeit bestimmt. Beim Belastungsbeginn liegt die Laktatkonzentration im Blut bei ungefähr einer Einheit (Millimol, abgekürzt mmol); im Laufe des Tests steigt die Laktatkonzentration gleichzeitig mit der Geschwindigkeit an. Bei einer max. Belastung kann die Laktatkonzentration bei Werten von <20 mmol liegen. Anhand dieses Tests kann man die optimale Laufgeschwindigkeit für die verschiedenen Trainingsbereiche herausfinden. 

Die Ausdauer wird am besten bei einer Laufgeschwindigkeit entsprechend einer Laktatkonzentration von zwischen 1,5 und 3 mmol trainiert. Intensiveres Training wie Tempoläufe und Intervalltraining findet bei einer Laktatkonzentration von zwischen 4 und 6 mmol statt. Die optimale Geschwindigkeit für den Marathon liegt bei einer Laktatkonzentration von ca. 2,5 mmol. 

Die Bestimmung der Laktatkonzentration hat sich als eine hilfsreiche Methode für die Gestaltung und die Kontrolle während eines Trainingsprogramms erwiesen. Kurz vor einem Marathon absolvieren viele Laufprofis laktatkontrollierte Tempoläufe wie z.B. 3 x 3000 m in der geplanten Marathontempo, um ihre Form zu kontrollieren. Man versucht, den ersten Lauf langsamer als die geplante Marathongeschwindigkeit zu absolvieren (ca.10 Sek/km), den zweiten Lauf geringfügig schneller (etwa 5 Sek/km langsamer als die geplante Marathongeschwindigkeit) und den dritten Lauf bei der geplanten Marathongeschwindigkeit. Die Laktatwerte ermöglichen dann eine Aussage, ob die geplante Geschwindigkeit richtig ist oder nicht. Auch Laufeinsteiger oder Walker können durch gelegentliche Laktatkontrolle wichtige Informationen über ihren Trainingszustand gewinnen. So können sie zum Beispiel rechtzeitig Überforderungen erkennen und Übertraining sowie Verletzungen vermeiden.

"aerobe Schwelle" ca. 2mmol/l.        "anaerobe Schwelle" ca.4mmol/l

 

 

 

 

 

 


 

 

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