Blutungszeiten_nach_Duke
Blutungszeiten nach Duke

Mit einer Lanzette wird eine ca. drei Millimeter tiefe Wunde gesetzt, alle 15 Sekunden werden die austretenden Bluttropfen ohne Berührung des Wundrandes abgesaugt. Die Normalwerte liegen bei drei bis fünf Minuten. Mit der Blutdruckmanschette wird für 5 Minuten eine venöse Stauung am Oberarm hergestellt. Danach erfolgt die Inspektion der Haut unterhalb der Manschette. Finden sich mehr als fünf Einblutungen pro Quadratzentimeter, deutet dies auf eine Gerinnungsstörung oder bei normaler Blutplättchenzahl auf eine erhöhte Brüchigkeit der kleinsten Gefäße hin.

Eine Kontrolle der Blutgerinnung ist besonders vor operativen Eingriffen und bei einer Therapie mit gerinnungshemmenden Medikamenten wichtig. Bei einer Therapie mit solchen Medikamenten muss insbesondere auf eine Überdosierung geachtet werden, die die Gerinnung so beeinflussen kann, dass es im Körper zu spontanen Blutungen kommt.

Neben Medikamenten beeinflussen auch andere Stoffe die Blutgerinnung. So sind im Speichel von Blutegeln, die seit Jahrhunderten gegen die verschiedensten Krankheiten eingesetzt werden. 

QUELLE: Lothar Thomas: Labor und Diagnose, Dr. med. Katharina Larisch / 070421

 

 

 

 

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