Glutenfreie Ernährung

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Für die Krankheit Zöliakie/Sprue ist eine glutenfreie Ernährung die einzige Behandlungsmöglichkeit. Gluten, das sind die in einigen Getreidearten enthaltenen Eiweiße – auch Kleber genannt –, die vor allen Dingen bei Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel und Triticale vorkommen. Auch, wenn auf nicht glutenfreie Lebensmittel verzichtet werden muss, bedeutet das noch lange nicht, dass man sich nicht gut und gesund ernähren kann. Die Regale in den Supermärkten bieten eine große Produktpalette von glutenfreien Lebensmitteln an.

Jemand, der eine glutenfreie Ernährung benötigt, sollte Getreideprodukte wie Weizen, Roggen, Gerste, Grünkern und die verwandten Arten und Urkornarten wie Einkorn meiden. Das gilt auch für die daraus resultierenden Lebensmittel wie Müsli, Teigwaren, Mehl, Brot, Gnocchi, Paniermehl, aber auch Kuchen und Torten. Die Liste der Lebensmittel, die zu meiden sind, ist lang, denn Gluten vermögen sogar in gebundenen Soßen, Suppen und Pudding sowie in Fritten, Wurst und Milchprodukten enthalten zu sein.

Derzeit werden viele Halbfertigprodukte – aber auch Fertigprodukte – aus lebensmitteltechnologischen Gründen mit glutenhaltigen Zutaten hergestellt. Drei Hauptgründe gibt es für die Beifügung von Gluten: Gluten geliert und emulgiert, d. h., Fett wird mit Wasser verbunden; Gluten stabilisiert und bindet Wasser und es ist als Trägerstoff fast unverzichtbar. Seit 2005 müssen auf der Zutatenliste von verpackten Lebensmitteln Gluten angegeben werden. Doch meist wird lediglich darauf hingewiesen, das Gluten enthalten sind bzw. nicht enthalten sind. Völlig glutenfrei sind Obst und Gemüse, Milch, Naturjoghurt sowie natürliche Milchprodukte, Pflanzenöle, Fleisch, Honig, Nüsse, Kräuter und Gewürze. Auch Mais, Reis, Buchweizen und Hirse enthalten keine Gluten. Ist man auf eine glutenfreie Ernährung angewiesen, sollte man beim Einkauf nur auf glutenfreie Lebensmittel zurückgreifen und eine entsprechende Nahrungsauswahl treffen. Für diejenigen, die an Zöliakie/Sprue erkrankt sind, bringt eine glutenfreie Ernährung Erleichterung und die Beschwerden werden geringer, bis sie ganz verschwinden. Die Umstellungsphase erfordert viel Geduld – doch wenn man diese Phase überstanden hat, fühlt man sich besser.

Geschrieben von Oliver Schmid

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