Tipps / Trink beim Sport
Der Mensch soll sich pro Woche ca. 3-4 Stunden Sport treiben um gesund zu bleiben. Dabei kühlt sich der Körper durch Schwitzen (Wasserverlust) ab. Durch die Wasserverdunstung kann überschüssige Wärme abgegeben und eine Überhitzung vermieden werden. Unter extremen Bedingungen (große Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit, starke Belastung) verliert der Körper bis zu 2 Liter Schweiß pro Stunde. In unseren Breitengraden werden bei sportlicher Aktivität durchschnittlich 1-1,5 Liter Schweiß pro Stunde gebildet.
FOLGEN VON FLÜSSIGKEITSVERLUST
Flüssigkeitsverluste von nur 2 % des Körpergewichtes vermindern die Leistungsfähigkeit bis zu 20%. Dabei ist der Durst grundsätzlich der Ausdruck einer negativen Wasserbilanz des Körpers. Wenn die Wasserverluste nicht rechtzeitig ersetzt werden kann, wird Flüssigkeit dem Blut und dem Gewebe entzogen. Die Fließeigenschaften des Blutes verändern sich negativ - das Blut wird dicker. Dies bewirkt, dass der Herzmuskel für den "gleichen" Blutdurchlauf vermehrt Kraft aufzuwenden hat, der Puls letztlich ansteigt, die Belastung für den Körper sich erhöht und sich die Laktatkonzentration im Blutspiegel anhebt kann. Bei einem Wasserverlust ist die Versorgung der Muskelzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen eingeschränkt. Es kann zu Schwindelgefühlen, Durchblutungsstörungen, Erbrechen und Muskelkrämpfen kommen.
FLÜSSIGKEITSAUFNAHME
Erwachsene benötigt täglich 1,5-2 Liter Flüssigkeit, wobei der Sportler den zusätzlich Flüssigkeitsverlust zusätzlich auszugleichen hat. 60 Minuten sportliche Betätigung kann der Körper, vorausgesetzt der Flüssigkeitshaushalt ist zu Beginn ausgeglichen, ohne Probleme überbrücken. Die Betonung liegt auf kann - Trinken beim Sport, besonders wenn es heiß ist, ist nie falsch. Der auftretenden Schweißverluste muss nach der Beendigung der sportlichen Aktivität wieder ausgeglichen werden. Dauert die sportliche Tätigkeit länger an, so soll bereits während der Belastung Flüssigkeit zugeführt werden, um die körperliche Leistungsfähigkeit, Konzentration und Koordination zu erhalten und letztlich einen Kreislaufzusammenbruche zu vermeiden.
Die Krux liegt in der Wahl der Getränke. Während bei einer Belastung bis zu einer Stunde normales Mineral- / Trinkwasser ausreicht, kann bei längere anhaltenden Belastungen eine zufuhr von Supplementen nicht schaden. Dies ist bei Langdistanzen absolut notwendig.
UNSERE EMPFEHLUNGEN
- Bei kurzem Training (bis ca.60 Minuten) ist Wasser geeignet, schont den Geldbeutel und gewöhnt den Organismus daran (und dies ist auch wichtig) mit etwas weniger Spurenelemente auszukommen. Eine bekömmliche Mischung Tee, allenfalls ganz leicht gezuckert, bringt Abwechslung in den Trinkalltag.
- Bei länger anhaltenden Belastungen kommt ein (von uns erprobtes und empfohlener) Mix aus Fruchtsäften und Trinkwasser zum Einsatz:
Mix: 1/4 Fruchtsaft (Orangen- & Apfelsaft mischen), 3/4 Leitungswasser, 1 Schuss Zitronensaft- Bei Langdistanzen muss auf ein elektrolytisches Getränk, das mit Kohlenhydraten & Spurenelementen angereichert ist, ausgewichen werden. Wir haben beste Erfahrungen mit "Isostar Longenergie" gemacht.
Das Trinken beim Sport muss stetig und in Massen erfolgen. Teile das Trinken in viele aber kleine Einheiten auf, etwa 2,5 Deziliter auf einmal. Übrigens - der Organismus kann pro Stunde bis bis zu 7.5 Deziliter aufnehmen. Da wir auch Urinieren müssen, muss dafür etwa 1 Liter pro Stunde getrunken werden. Dies ist je nach Sportart jedoch Gewöhnungssache - also ausprobieren.
Das Bier nach dem Training ist nicht Verboten, aber man muss wissen, dass sie die Erholung nach der sportliche Aktivität verzögert. Zuviel Alkohol fördert den Flüssigkeitsverlust (öffnet die Poren) zusätzlich.
SPORT-GETRÄNKE
Spezielle Sportlergetränke werden heute überall zu hauf angepriesen. Diese für die Verwendung im Hochleistungssport konzipierten, meist isotonen Getränke werden immer häufiger auch im Breitensport konsumiert. Isotone Getränke sind ausgezeichnet dazu geeignet, den Organismus im Hochleistungssport optimal mit Flüssigkeit und Energie zu Versorgung. Sinn machen dabei kohlenhydratreiche Getränke die einen Kohlenhydratanteil von 20-80 g pro Liter nicht überschreiten. Für den Breitensportler bieten sie keinen Vorteil und d sind aus ökonomische und ökologische Sicht (Umweltschutz) abzulehnen.
QUELLE: www.athleten.ch / 01. April 2005